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VitalCenter | Gaby Montag
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Gaby Montag | Naturheilpraxis - Osteopathie und Physiotherapie / Krankengymnastik in Münster

Politik trifft Praxis

Eine faire Vergütung in der Physiotherapie, das ist das Ziel des Bundesverbandes selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V. In unserer Praxis fand jetzt auf Einladung des Verbandes ein Gespräch mit der grünen Bundestagsabgeordneten Maria Klein Schmeink statt. Sie zeigte sich einverstanden mit der Forderung, die Vergütung der Physiotherapeuten von der Bindung an die Grundlohnsumme abzukoppeln.

Diese Bindung ist nämlich eine der wichtigsten Ursachen dafür, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Praxis seit Jahren stagniert, ausgebildeten Physiotherapeuten nur geringe Gehälter gezahlt werden können und der Fachkräftemangel in der Branche steigt.
Die Bindung der Honorare aus der gesetzlichen Krankenversicherung an die Grundlohnsumme ist deshalb problematisch, da deren Entwicklung regelmäßig unterhalb der Inflationsrate liegt. Faktisch ist damit nämlich ein Sinken der realen Einkommen verbunden. Vergütungen pro Behandlung von ca 12-16 Euro sind üblich. Freie Praxen können aufgrund der Vergütungsstruktur lediglich Niedriglöhne bezahlen, Anfangsgehälter von 1900 Euro brutto sind üblich.

Die zunehmenden Anforderungen an die fachliche Qualifikation in den Gesundheitsberufen findet bislang keine Entsprechung in der Honorarordnung der Krankenkassen. Die aktuelle Wirtschaftlichkeitsumfrage der IFK hat u.a. ergeben, dass der durchschnittliche Gewinn einer Praxis ist seit sieben Jahren unverändert ist.
Eine aktuelle Umfrage zur Fachkräftesituation zeigt, dass drei Viertel der befragten Physiotherapie-Praxen neue Mitarbeiter sucht und Stellen kurzfristig nicht besetzen kann. Laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit aus Juni 2014 stehen inzwischen bundesweit 4.416 gemeldeten offenen Stellen insgesamt nur noch 1.761 arbeitssuchende Physiotherapeuten entgegen.

Um die Attraktivität und Anerkennung des Berufs zu steigern, sind nach Ansicht des IFK nicht nur neue Rahmenbedingungen der Vergütung und Behandlungsleitlinien erforderlich, auch der Prozess der Akademisierung muss entsprechend vorangetrieben werden. Derzeit gehören laufende Fortbildungen zum Alltag der schulisch ausgebildeten Physios – sie beginnen damit, sobald sie ihren Abschluss in der Tasche haben. Eine Fachhochschulausbildung könnte hier anders bündeln und auch den wissenschaftlich fundierten Status der Physiotherapie im Gesundheitswesen stärken.

Der Verband IFK e.V. bleibt an dem Thema dran, dazu ermutigte auch Maria Klein Schmeink alle anwesenden Verbandsvertreter. Im Dezember steht ein Besuch des IFK bei Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe an.